NERVENSYSTEM

Chronischer Schmerz

Chronischer Schmerz schützt nicht und ist keine Verletzung, sondern eine Krankheit. Es ist ein anhaltender Schmerz, der länger als einen Monat nach der Verletzung anhält und selbst nach der vollständigen Heilung lange Zeit bestehen kann. Er ist in der Regel resistent gegen sämtliche Behandlungen und mit nicht zu vernachlässigenden psychologischen Symptomen verbunden: Depression, Angst, Angst, Schlaflosigkeit und Verhaltensstörungen, besonders in sozialen Beziehungen.

Der Mechanismus, der den schmerzhaften Prozess steuert, hängt mit der Abnahme der Nervenleitgeschwindigkeit, der Beschränkung nozizeptiver Fasern und indirekt der Abnahme von Entzündungen, Ödemen, Muskelkrämpfen usw. zusammen. Die Anwendung oberflächlicher intensiver Kälte blockiert oder reduziert die Aktivität der Aδ-Fasern die für die Übertragung von nozizeptiven Informationen verantwortlich sind. Außerdem wird die Leitungsgeschwindigkeit von C-Fasern ebenfalls reduziert.

Wenn die Ganzkörper-Kryotherapie auf einen Patienten mit Schmerzen angewendet wird, beginnt der physiologische Prozess, welcher mit der Aktivierung der Thermorezeptoren auf der Hautoberfläche ausgelöst wird. Es wird eine Konkurrenz zwischen der Übertragung der Nervenimpulse von Schmerz- sowie extremen Temperaturreizen hergestellt, wobei Nozizeptoren für die Übertragung von Schmerz und Thermorezeptoren für die Übertragung von Kälte verantwortlich sind. Das Signal der extremen Kälte überwiegt, da es fälschlicherweise vom zentralen Nervensystem als unmittelbar drohende Lebensgefahr übersetzt wird.

Schlafstörungen

Schlaflosigkeit ist die Schwierigkeit einzuschlafen, während der Nacht häufig oder früher aufzuwachen als normalerweise. Folgen sind Müdigkeit, Konzentrationsschwäche und die Schwierigkeit während des Tages aktiv zu bleiben. Gründe für Schlafstörungen sind Stress, Angst, Depression, Herzrhythmusstörungen, etc… Eine lange pharmakologische Behandlung sollte vermieden werden. Zu empfehlen ist die Ganzkörper-Kryotherapie, Verhaltenstherapie, Entspannungstechniken und prophylaktische Maßnahmen um wieder einen erholsamen Schlaf zu bekommen.

Wenn es keine organischen oder psychologischen Ursachen für die Schlafstörung gibt, spricht man von primärer Schlafstörung. Im Gegensatz dazu, wenn die Störung auf chronischen Schmerz zurückzuführen ist, wird sie sekundäre Schlafstörung genannt, da sie das Ergebnis einer anderen Gesundheitsstörung ist.
Des Öfteren kommt es vor, dass Menschen denken, dass sie von Schlafproblemen betroffen sind, obwohl sie es nicht sind. Nicht jede Schwierigkeit, während der Nacht einzuschlafen oder durchschlafen zu können, ist mit einer Schlafstörung zu begründen. Oftmals führt eine Annahme zu einer echten Schlafstörung, insbesondere wenn Schlaftabletten eingenommen werden. Bevor man Schlaftabletten einnimmt, ist es wichtig zu wissen, dass Schlaf eine Folge von Wachheit ist. Daher ist es möglich, durch einfache Methoden wie körperliche Aktivität oder Verhaltensänderung gegen die Schlafstörung anzukämpfen. Physikalische Therapien, die auf einem „Stimulus-Response-Adaptation“ -Prinzip beruhen, sind geeignet, veränderte Schlafmuster zu regulieren. Dadurch kann ein mentales Gleichgewicht und ein besserer Muskelstoffwechsel erreicht werden. Diese Therapien können als vorbeugende Maßnahmen gegen die Entwicklung der Erkrankung funktionieren.

Primäre Schlaflosigkeit

Diese Krankheit hat leicht erkennbare Merkmale:

● Permanenter Anstieg der Aktivität, Unruhe, Ängste in der Nacht und lange Wachzeiten.
● Angespannte und erfolglose Versuche, einzuschlafen, Angst vor der Nacht.
● Wiederkehrende ängstliche Gedanken behindern den Schlaf während der Wachzeiten.
● Agitation, Muskelspannung und vegetative Symptome wie Herzklopfen.
● Verschlechterung des Stressmanagements und mehr Sekretion von Stresshormonen.
● Tagesschläfrigkeit und schlechte allgemeine Leistung.

Die Diagnose sollte, soweit möglich, auf einer im Schlaflabor durchgeführten Polysomnographie basieren, um Daten über Gehirnaktivitäten und Augenbewegungen im Schlaf zu sammeln. Diese Kriterien helfen beim Erstellen eines Schlafprofils.
Das Schlafmuster ist normal wenn:

● Es ist leicht einzuschlafen und ausreichend lange zu schlafen.
● Die Schlafphasen folgen regelmäßigen Zyklen, wobei drei oder vier Schlafzyklen während der Nacht statt finden.
● Die Stadien des Tiefschlafs treten hauptsächlich während der ersten Nachthälfte und die Phasen des Träumens eher während der zweiten Hälfte auf.
● kein häufiges Erwachen in der Nacht.

Das Schlafprofil ändert sich mit dem Alter. Dieser Prozess kann physiologische Ursachen haben und hat daher klinische Relevanz.

● Tiefschlaf ist seltener und Stadium 4 des Tiefschlafs tritt selten auf oder ist nicht existent. Stufe 3 des Tiefschlafs ist kürzer.
● Die Schlafzeit wird verkürzt und die Wachzeiten werden häufiger.

Ganzkörper-Kryotherapie kann Schlaflosigkeit signifikant bekämpfen. Die Ergebnisse sind nach einer Woche bei einer 3-minütigen Sitzung pro

Sekundäre Schlaflosigkeit

Die sekundäre Schlaflosigkeit hat die gleichen Kriterien und sehr ähnliche Symptome wie die primäre Schlafstörung. Die Ursachen ist jedoch eine organische Störung, wie sie bei chronischen Schmerzen auftritt. Die sekundäre Schlaflosigkeit wird oft zu einer chronischen Krankheit mit negativen Auswirkungen aufgrund von unzulänglicher Behandlung der Schmerzen oder der Behandlung einer nicht vorhandenen Schlafstörung.

Die analgetische Wirkung der Ganzkörper-Kryotherapie ist zur Behandlung von Schlafstörungen geeignet.
Nur wenige Sitzungen sind in der Regel ausreichend, um Schmerzen zu lindern und besser schlafen zu können. Schmerzreduktion nach der Anwendung von Kälte ermöglicht es, schnell einzuschlafen und auf die Einnahme von Medikamenten zu verzichten.

Die Standardbehandlungsmethode für primäre und sekundäre Insomnie besteht aus insgesamt 5 Ganzkörper-Kryotherapie-Sitzungen innerhalb einer Woche mit starkem oder intensivem Programm. Darauf folgt ein Erhaltungstherapiezyklus bestehend aus 2 Sitzungen pro Woche für die folgenden 1-2 Monate. Es wird empfohlen, den kompletten Zyklus 2 oder 3 Mal pro Jahr durchzuführen. Die Wirksamkeit ist höher, wenn die Sitzungen am Abend stattfinden.

Psychische Gesundheit

Depression ist eine vorübergehende oder dauerhafte Stimmungsstörung. Diese beinhaltet Traurigkeit, zu Grunde gehen, Unglück und Schuld. Es erlaubt den Menschen nicht, Ereignisse des täglichen Lebens ganz oder gar teilweise zu genießen.
Depressive Störungen können in unterschiedlichem Maße von Angst begleitet sein.
Angst besteht aus einer unbeabsichtigten Sorge um einen zukünftigen Schaden. Sie beinhaktet psychosomatische Symptome wie Anspannung, welche versucht, vor einer drohenden Gefahr zu warnen, damit Maßnahmen gegen diese ergriffen wird.
Die Ganzkörper-Kryotherapie ist eine komplementäre symptomatische Therapieoption bei Depressionen und Angstzuständen. Es produziert wohltuende Wirkungen auf somatischer und psychischer Ebene.
Kryotherapie erzeugt eine Situation von organischem Stress, der die Hypophyse stimuliert und die Freisetzung von Neuropeptiden – Endorphinen vom Rückenmark in den Blutkreislauf fördert. Dies bringt eine Verbesserung der Stimmung mit sich und wirkt sich positiv auf die emotionale Kontrolle aus, was zu Glück, Wohlbefinden und einem besseren Sinn für Humor führt, welcher persönliche Krisen verhindern kann. Positive Effekte sind oft nach einer Woche Ganzkörper-Kryotherapie zu beobachten.